Attraktivität und Partnerschaft: Warum wir jemanden attraktiv finden – oder eben nicht?

An Schönheit können wir uns kaum sattsehen. Sie macht sogar regelrecht süchtig, und jeder will sie haben. Aber wieso ist das so? Und was bestimmt, was wir als schön empfinden? 

Es gibt eine so genannte objektive Schönheit, das was die meisten Menschen als schön empfinden und eine subjektive Schönheit, das was einer bestimmten Person besonders gut gefällt. Und da ist der Knackpunkt. Wir streiten darüber, ob wir in einem Schönheitswettbewerb die eine oder die andere nun schöner finden. Die Geister scheiden sich. Oder wie wir dazu stehen, dass mittlerweile auch rundlichere Kandidatinnen mitmachen dürfen.

Bei unserer Partnerwahl jedenfalls sind wir die Jury. Ziemlich schnell entscheiden wir, wen wir attraktiv finden und wen nicht. Das dauert sogar nur wenige Millisekunden. Aber was befähigt uns dazu? Ist das eine angeborene Fähigkeit oder eine erlernte Verhaltensweise?

Bereits Babys unterscheiden, welche Gesichter sie gut finden und welche nicht. Es liegt also in unseren Genen, wen und was wir an einer Person anziehend finden?

Was wir an anderen Menschen attraktiv finden, ist ein Ergebnis der Evolution

Unsere Wahrnehmung dient der individuellen Fortpflanzung. Bestimmte Attraktivitätsmerkmale sind Marker für Gesundheit und Fruchtbarkeit. Diese zu erkennen ist wichtig, um die bestmögliche Weitergabe der eigenen Gene zu sichern, und bestimme daher unser Schönheitsbild.

Unsere weibliche Attraktivität beispielsweise korreliert mit der Fruchtbarkeit. Viele Studien zeigen, dass während des Eisprungs ist das weibliche Gesicht femininer und die Haut etwas röter gefärbt. Sie sieht gesünder aus.

Das berühmte Taille-Hüft-Verhältnis liefert ein weiteres Beispiel dazu. Frauen mit einem bestimmten Taille-Hüft-Verhältnis (nämlich 0,7) gelten als attraktiv. Symmetrische Gesichter werden als attraktiver empfunden als unsymmetrische, denn Symmetrie gilt als Zeichen für Entwicklungsstabilität.

Umgekehrt spricht aber eine völlige Symmetrie der Gesichtszüge für Einseitigkeit – das Gesicht wirkt langweilig.

Menschen werden in ihren Handlungen von einigen grundlegenden Motiven getrieben. Die Partnersuche ist dabei nicht die einzige, wenn gleich sie hoch im Kurs steht. Jeder Mensch ist aber mit individuellen Genen ausgestattet, von denen es abhängt, ob wir einen potenziellen Partner attraktiv finden oder nicht.