Fairness…Du kannst nicht mehr verlangen, als Du bereit bist zu geben.

Es ist eine Crux – Du willst pünktlich Feierabend machen, hast aber noch so viel zu erledigen? Es wäre natürlich ein Leichtes, deine Kollegin um Hilfe zu bitten, ob sie dir etwas abnimmt. Tut sie Dir den Gefallen, ist es eine Frage der Fairness, dass Du dich bei ihr revanchierest. Das nächste Mal, wenn sie vor lauter Arbeit kaum aus den Augen gucken kann, kannst Du auch von sich aus fragen, ob sie Unterstützung braucht. Immer nein sagen, aber selbst Hilfe erwarten, funktioniert nicht.

Fairness macht erfolgreicher

Gleiche Arbeit, gleiche Bezahlung. Eine schöne Vorstellung, aber weit von der Realität entfernt. Frauen wissen das nur allzu gut. Oft genug hängt das Gehalt eben nicht nur von der Leistung ab, sondern auch vom Geschlecht, vom Nasenfaktor, von der Gunst des Chefs, vom Verhandlungsgeschick und einigem mehr.

Trotzdem ist die Frage berechtigt: Würden Teams besser arbeiten, wenn alle gleich viel verdienen? Forscher sind der Frage nachgegangen. Resultat: Je gleicher die Gehälter, desto bessere Ergebnisse. Die Erklärung ist recht simpel: In solchen Teams gibt es keine Superstars, alle ziehen am selben Strang und wissen auch, dass sie ihren Anteil beitragen müssen. Niemand ruht sich auf der Leistung eines anderen aus, idealerweise sind alle überdurchschnittlich engagiert.

Nicht die Gleichheit wirkt motivierend, sondern die gefühlte Fairness. Leisten alle denselben Beitrag, sollten natürlich auch alle gleich bezahlt werden. Gibt es aber erklärbare und erkennbare Unterschiede bei Leistung und Verantwortung, so können auch die Gehälter unterschiedliche Niveaus aufweisen.

Eine faire Bezahlung bedeutet auch, dass die Leistungen eines Mitarbeiters entsprechend gewürdigt werden sollten. Entsteht das Gefühl, dass bei deutlicher Mehrleistung im Vergleich zu den Kollegen keine angemessene Bezahlung stattfindet, sinkt die Motivation des Leistungsträgers und auch seine Leistungen werden mit der Zeit nachlassen.