Grosszügigkeit…Warum ist Geben besser als Nehmen?

Das biblische „Geben ist seliger denn nehmen“ bringt diesen Gedanken zum Ausdruck: Wer genügend hat, darf anderen ruhig etwas abgeben.

Gute Taten zahlen sich aus: Wie du mir, so ich dir

Tatsächlich ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass sich gute Taten positiv auf den Wohltäter auswirken. Der Fachbegriff dazu lautet reziproker Altruismus oder zu Deutsch: Wie du mir, so ich dir!

Nur wer fair ist und eine entsprechende Reputation besitzt, macht auch gute Geschäfte. Es ist ein gerne übersehener Fakt, dass sich im Alltag Ethik und Selbstlosigkeit in Maßen auszahlen – vorausgesetzt freilich, unmoralisches Handeln wird sanktioniert.

Wie Großzügigkeit belohnt wird

Gerade das Internet erlaubt uns heute globale Großzügigkeit und ist zugleich voll mit Beispielen, wie diese belohnt wird. Hier nur ein paar Anregungen dazu: Ein Fotograf kann einen Teil seiner Bilder bei Flickr unter Creative-Commons-Lizenz stellen und zur kommerziellen Nutzung (etwa für Blogger) freigeben – und bekommt so viele Quellennachweise, Zitationen und Backlinks.

Ein noch unbekannter Grafikdesigner kann Logos, Buttons oder andere Entwürfe zum Gratis-Download anbieten – und sich bei entsprechender Verbreitung so Agenturen empfehlen.

Ein Unternehmen kann Gratis-Proben eines neuen Produktes verteilen – um es zu verbessern, bevor es auf den Markt kommt. Nicht wenige Web-Unternehmen nutzen dieses Prinzip derart intensiv, dass der Produkttest selbst zum Event wird.

Eine Fachkraft kann ihr Spezialwissen teilen – und über die entstehenden Diskussionen zu Fachartikeln oder -problemen neues Wissen generieren. Vielleicht sogar Lösungen, auf die sie allein nie gekommen wäre.

Ein Autor kann einige seiner Bücher verschenken und so für Gesprächsstoff im doppelten Wortsinn sorgen: Die Leser reden über sein Buch – und über die noble Geste.