Humor ist die Kunst, sich selbst und seine Probleme nicht so wichtig zu nehmen.

Würden Du dich als humorvoll beschreiben? Wer jetzt mit „Ja“ antwortet, klingt eher eitel; wer dagegen „auf keinen Fall“ sagt, beweist Humor – und die Fähigkeit, sich selbst nicht so ernst zu nehmen. Eine wichtige Fähigkeit, die nicht nur lustig, sondern auch sympathisch macht. Humor ist ein soziales Schmiermittel. Mehr noch Humor ein ein Zeichen für hohe Intelligenz.

Was ist überhaupt Humor?

Kurz gesagt: Die Meinungen gehen da auseinander. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Humor: Galgenhumor, Schwarzer Humor oder trockenen Humor zum Beispiel. Für die einen sind Ironie, Spott und Zynismus schon Humor, für andere braucht es dazu vor allem Feingeist und eine gute Portion Gelassenheit, um den Absurditäten der Welt und der Menschen heiter zu begegnen. Und wieder andere finden ganz simpel: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Auch gibt es einen Unterschied zwischen „komisch sein“ und „Humor“: Komik trägt die Heiterkeit nach außen – durch das Erzählen eines Witzes, eines Spruchs oder einer lustigen Anekdote. Humor dagegen braucht kein Publikum, er ist eine Grundhaltung zum Leben. Er kann sich auch nach innen richten, indem man sich selbst und die Umstände nicht so ernst nimmt. Satire wiederum ist Humor, der die Geduld verloren hat.

Zumindest in einem Punkt sind sich die meisten einig: Der Sinn für Humor verbindet und besitzt die Fähigkeit, andere Menschen zum Lachen bringen oder selbst problematischen Situationen noch irgendeinen lustigen Aspekt abzugewinnen.

Damit kann Humor sogar helfen, Konflikte zu lösen – ohne deshalb gleich wahnsinnig witzig sein zu müssen. Er bringt uns allenfalls ein bisschen zum Schmunzeln. Man könnte auch sagen: Humor ist die Kunst, sich selbst und seine Probleme nicht so wichtig zu nehmen. Deshalb verleiht er humorvollen Menschen auch enorme Größe: Sie stehen scheinbar über den Dingen.